044 244 81 01 info@vetplace.ch

Zweimal im Jahr wird es in vielen Haushalten deutlich sichtbar: Der Fellwechsel bei Hunden und Katzen sorgt für vermehrt Haare auf Böden, Kleidung und Möbeln. Was für Tierhalter manchmal mühsam erscheint, ist für unsere Vierbeiner jedoch ein ganz natürlicher und wichtiger Anpassungsprozess an die jeweilige Jahreszeit.

Warum kommt es zum Fellwechsel?

Gesteuert wird der Fellwechsel vor allem durch die Tageslichtlänge. Im Frühjahr wird das dichte Winterfell abgestossen, damit Hunde und Katzen die wärmeren Temperaturen besser vertragen. Im Herbst bildet sich wiederum ein isolierendes Winterfell. Besonders ausgeprägt ist dieser Prozess bei Tieren mit Unterwolle sowie bei Freigängerkatzen. Wohnungstiere haaren dagegen häufig gleichmässig über das ganze Jahr verteilt, da künstliches Licht und konstante Temperaturen den natürlichen Rhythmus beeinflussen.

Wie können Sie Ihr Tier unterstützen?

Während des Fellwechsels lohnt sich eine intensivere Fellpflege. Regelmässiges Bürsten entfernt lose Haare, fördert die Durchblutung der Haut und beugt Verfilzungen vor. Bei Katzen kann es ausserdem helfen, die Bildung von Haarballen zu reduzieren. Ebenso spielt eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Roll, denn gesunde Haut und kräftiges Fell benötigen hochwertige Nährstoffe und essentielle Fettsäuren.

Wann ist Vorsicht geboten?

Wichtig ist jedoch, normalen Fellwechsel von krankhaftem Haarverlust zu unterscheiden. Treten kahle Stellen, starke Schuppenbildung, Rötungen oder ausgeprägter Juckreiz auf, sollte dies tierärztlich abgeklärt werden. Auch ein stumpfes Fell oder allgemeine Mattigkeit können Hinweise auf Parasiten, Allergien oder hormonelle Veränderungen sein.

Grundsätzlich gilt:

Der Fellwechsel ist kein Grund zur Sorge, sondern ein Zeichen für einen funktionierenden Stoffwechsel. Mit etwas zusätzlicher Pflege und Aufmerksamkeit kommen Hunde und Katzen gut durch diese Zeit.

Bei Unsicherheiten beraten wir Sie selbstverständlich gerne in unserer Praxis.