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Früh erkennen, gezielt unterstützen

Die Nieren sind lebenswichtige Organe, die Abfallstoffe aus dem Blut filtern, den Wasser- und Elektrolythaushalt regulieren und Hormone bilden. Bei einer chronischen Nierenerkrankung bestehen seit mindestens drei Monaten funktionelle oder strukturelle Veränderungen in einer oder beiden Nieren.

Ursachen dafür sind vielfältig: Infektionen, Entzündungen, Vergiftungen, Tumore, genetische Erkrankungen wie polyzystische Nierenkrankheit oder altersbedingte Veränderungen. Katzen sind im Vergleich zu anderen Heimtieren besonders oft betroffen – die chronsiche Nierenerkrankung zählt zu den häufigsten Alterskrankheiten.

Typische Symptome

Erkrankte Katzen trinken deutlich mehr und setzen grössere Harnmengen ab. Übelkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Muskelschwund und ein ungepflegtes Fell sind weitere Anzeichen. Erste Veränderungen werden oft als «altersbedingt» verkannt.

Therapie und Management

Eine Heilung ist nicht möglich, aber durch frühzeitige Diagnose kann der Krankheitsverlauf verlangsamt werden. Die Therapie ist unterstützend.

  • Mehrere Wasserstellen oder Trinkbrunnen fördern die Flüssigkeitsaufnahme.
  • Umstellung auf eine Nierendiät (phosphatarm, proteinreduziert), idealerweise Nassfutter.
  • Bei Bedarf: Infusionen, Medikamente gegen Übelkeit, Magenschutz oder Blutdrucksenker.

Ziel ist die Stabilisierung der Nierenfunktion und der Erhalt der Lebensqualität.

Prognose

Der Verlauf ist individuell. Manche Katzen bleiben über Jahre stabil, andere verschlechtern sich rasch. Regelmässige Blutkontrollen (anfangs nach einem Monat, dann alle 3 – 6 Monate) sowie die Überwachung des Blutdrucks sind entscheidend.

Vorbeugung

Frühe Gewöhnung an verschiedene Trinkquellen und ab ca. 10 Jahren Umstellung auf ein seniorgerechtes Futter können helfen, die Nieren zu entlasten.