Ursachen
Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überempfindlich auf eigentlich harmlose Substanzen aus der Umwelt oder dem Futter. Häufige Auslöser sind Pollen, Hausstaub- und Futtermilben, Schimmelsporen oder bestimmte Eiweissquellen im Futter. Auch der Speichel von Flöhen kann eine ausgeprägte allergische Reaktion hervorrufen. Der Körper stuft diese Stoffe als gefährlich ein und setzt Entzündungsprozesse in Gang, die sich vor allem an Haut und Ohren zeigen.
Wie kann sich eine Allergie zeigen?
Typisch ist starker, teils ganzjähriger oder saisonaler Juckreiz. Hunde lecken und beknabbern häufig ihre Pfoten, reiben sich an Möbeln oder kratzen sich intensiv. Bei Katzen fällt oft übermässiges Putzen mit daraus resultierenden kahlen Stellen auf. Wiederkehrende Ohrentzündungen, gerötete Haut, Pusteln oder Schuppen können ebenfalls Hinweise sein. Bleibt die Erkrankung unbehandelt, verdickt sich die Haut häufig und es kommt zu bakteriellen oder Hefepilz-Infektionen als Folgeproblem.
Vorgehen bei einer Allergie
Die Diagnostik erfordert Geduld und ein systematisches Vorgehen. Zunächst müssen andere Ursachen, wie Parasiten oder Hautinfektionen ausgeschlossen werden. Bei Verdacht auf eine Futtermittelallergie ist eine konsequente Ausschlussdiät über mehrere Wochen notwendig. Bei Umweltallergien können Allergietests zusätzliche Hinweise liefern und als Grundlage für eine spezifische Immuntherapie dienen.
Auch wenn Allergien meist nicht heilbar sind, lassen sie sich heute gut kontrollieren. Moderne Medikamente, individuell abgestimmte Therapiekonzepte und eine konsequente Hautpflege helfen, Juckreiz zu reduzieren und die Lebensqualität deutlich zu verbessern. Konsequente Fütterung und regelmässige Parasitenprophylaxe gehören auch zum Management. Entscheidend ist eine frühzeitige Abklärung, um chronische Veränderungen zu vermeiden.