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Ektoparasiten sind Parasiten, die auf der Haut oder im Fell von Tieren leben. Bei Hunden und Katzen zählen vor allem Flöhe, Zecken und Milben zu den häufigsten Vertretern. Sie ernähren sich von Blut oder Hautbestandteilen und können neben starkem Juckreiz auch verschiedene Krankheiten übertragen. 

Besonders Flöhe vermehren sich schnell und sind häufige Auslöser einer Flohspeichelallergie, bei der schon wenige Stiche zu starkem Juckreiz führen. Zecken sind vorallem im Frühling und Sommer aktiv und können Krankheitserreger übertragen. Milben wiederum verursachen Hautentzündungen, Haarausfall oder Ohrprobleme, etwa bei Ohrmilben.

Typische Anzeichen für einen Befall sind häufiges Kratzen, Hautrötungen, Schuppen, kahle Stellen oder kleine schwarze Krümel im Fell (Flohkot). Bei Katzen zeigt sich ein Befall oft zusätzlich durch intensives Putzen oder Unruhe.

Behandlung und Vorbeugung

Zur Behandlung stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören Spot-on-Präparate, Tabletten oder spezielle Halsbänder. Gewisse Präparate weisen einen Schutz für einen Monat vor, andere wirken prophylaktisch für drei Monate. Viele dieser Produkte wirken nicht nur gegen vorhandene Parasiten, sondern verhindern auch einen erneuten Befall. Wichtig ist, dass das Präparat auf Tierart, Gewicht und Alter abgestimmt ist. Falls einen Urlaub in den Süden geplant ist, soll man dies jeweils berücksichtigen, damit auch einen Schutz vor den Sandfliegen vorhanden ist.

Umegebungstherapie

Neben der direkten Behandlung des Tieres sollte auch die Umgebung mitbehandelt werden. Vor allem bei Flöhen befinden sich ein grosser Teil der Entwicklungsstadien in Teppichen, Decken oder Schlafplätzen. Regelmässiges Waschen von Liegeplätzen und gründliches Staubsaugen helfen, die Parasitenpopulation zu reduzieren.

Eine konsequente Prophylaxe ist der beste Schutz. Regelmässige Kontrollen des Fells, besonders nach Spaziergängen, sowie geeignete Schutzpräperate können helfen, einen Befall frühzeitig zu verhindern. Bei Unsicherheit oder starkem Juckreiz sollte immer eine tierärztliche Untersuchung erfolgen, um die passende Behandlung einzuleiten und Folgeerkrankungen zu vermeiden.